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Inneneinheit und Speicher einer Wärmepumpe im Keller
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Ratgeber: Heizung
und Wärmepumpe

Die Fragen, die uns Kunden am häufigsten stellen. Kurz und verständlich beantwortet.

So nutzen Sie den Ratgeber

Erst verstehen, dann entscheiden

Eine neue Heizung ist für die meisten Hausbesitzer eine Entscheidung, die sie nur ein- oder zweimal im Leben treffen. Entsprechend viele Fragen tauchen auf. Dieser Ratgeber sammelt die Antworten, die wir bei Besichtigungen in der Vorderpfalz und im Raum Mannheim immer wieder geben.

Die drei Artikel oben bauen aufeinander auf. Wer wissen will, wovon der Preis einer Anlage abhängt, beginnt bei den Kosten. Wer schon weiß, dass er tauschen will, liest zuerst die Seite zur Förderung, denn dort entscheidet die Reihenfolge über den Zuschuss. Wie die Arbeiten im Haus ablaufen, steht beim Heizungstausch.

Darunter finden Sie ein Glossar. Es erklärt die Begriffe, die in Angeboten, Datenblättern und Förderunterlagen stehen. Wer sie kennt, kann Angebote besser lesen und gezielter nachfragen. Die Begriffe sind nach Themen sortiert: zuerst Wärme und Temperatur, dann Gerät und Effizienz, zuletzt alles rund um Wasser und Speicher.

Eines kann ein Ratgeber nicht: Ihr Haus beurteilen. Ob eine Wärmepumpe passt, welche Größe sie braucht und ob Heizkörper getauscht werden müssen, zeigt erst die Berechnung vor Ort. Die Besichtigung ist bei uns kostenlos und unverbindlich.

Glossar, Teil 1

Wärme und Temperatur

Diese Begriffe beschreiben, wie viel Wärme Ihr Haus braucht und wie warm das Heizungswasser dafür sein muss.

BegriffWas er bedeutet
HeizlastDie Wärme­leistung, die Ihr Haus an einem sehr kalten Tag braucht, damit alle Räume warm bleiben. Sie wird in Kilowatt (kW) angegeben und ist die Grundlage für die Größe der Wärmepumpe.
Raumweise Heizlast­berechnungDie Heizlast wird für jeden Raum einzeln ermittelt. Dazu werden Raumgröße, Außenwände, Fenster, Dach und Boden erfasst. So zeigt sich, ob jeder vorhandene Heizkörper ausreicht. Bei uns gehört diese Berechnung zu jeder Wärmepumpe.
Norm­außen­temperaturDie tiefste Außen­temperatur, mit der für Ihren Ort gerechnet wird. Sie unterscheidet sich je nach Region und fließt in die Heizlast­berechnung ein.
Vorlauf­temperaturDie Temperatur des Heizungs­wassers, das zu den Heizkörpern oder in die Fußboden­heizung fließt. Kommt das Haus mit einer niedrigen Vorlauf­temperatur aus, spart die Wärmepumpe Strom.
Rücklauf­temperatur und SpreizungDer Rücklauf ist das abgekühlte Wasser auf dem Weg zurück zum Wärme­erzeuger. Den Unterschied zwischen Vorlauf und Rücklauf nennt man Spreizung.
HeizkurveDie Einstellung an der Regelung, die festlegt, wie warm das Heizungs­wasser bei welcher Außen­temperatur sein soll. Ist sie zu steil, wird Energie verschenkt. Ist sie zu flach, bleiben Räume kühl.
Flächen­heizungFußboden-, Wand- oder Decken­heizung. Sie gibt Wärme über eine große Fläche ab und kommt deshalb mit niedriger Vorlauf­temperatur aus.
Wärme­erzeugerDer Oberbegriff für das Gerät, das die Wärme bereitstellt: Wärmepumpe, Gas- oder Ölkessel, Pellet­kessel. Alles dahinter nennt man Verteilung.
Kilowatt und Kilowatt­stundeKilowatt (kW) ist eine Leistung, also wie viel Wärme in diesem Moment geliefert wird. Kilowatt­stunde (kWh) ist eine Menge, also wie viel Energie über eine Zeit verbraucht wurde. Ihre Gasabrechnung zeigt Kilowatt­stunden, das Datenblatt einer Wärmepumpe Kilowatt.
Bivalenz­punktDie Außen­temperatur, ab der ein zweiter Wärme­erzeuger mithilft, zum Beispiel der Heizstab oder bei einer Hybrid­heizung der Gaskessel. Je tiefer er liegt, desto mehr schafft die Wärmepumpe allein.
Glossar, Teil 2

Gerät und Effizienz

Diese Begriffe finden Sie in Datenblättern und Angeboten für Wärmepumpen. Herstellerwerte sind als solche gekennzeichnet.

BegriffWas er bedeutet
Luft-Wasser-WärmepumpeSie nimmt Wärme aus der Außenluft auf und gibt sie an das Heizungs­wasser ab. Im Einfamilienhaus ist sie die häufigste Bauart.
MonoblockDer gesamte Kältekreis sitzt im Außengerät. Im Haus wird nur mit Wasser gearbeitet, Arbeiten am Kältemittel fallen dort nicht an.
SplitAußen- und Innengerät sind mit Kältemittel­leitungen verbunden. Ein Teil des Kälte­kreises liegt damit im Haus.
Innen­einheit oder HydroboxDas Gerät im Haus, das die Wärme an Heizung und Warmwasser verteilt. Darin sitzen meist Pumpe, Umschalt­ventil und Regelung. Bei LG heißt es Hydrobox.
Kältemittel R290Propan. Laut Hersteller arbeiten damit zum Beispiel die Bosch Compress 5800i AW und 6800i AW, der OVUM AirCube und die LG THERMA V R290. Weil Propan brennbar ist, gibt der Hersteller Abstände für die Aufstellung vor.
COPDie Leistungs­zahl. Sie gibt an, wie viel Wärme das Gerät aus einer Einheit Strom macht, gemessen unter festen Labor­bedingungen. Sie ist eine Moment­aufnahme.
SCOPDie jahreszeitbedingte Leistungs­zahl nach der Norm EN 14825. Sie bildet ein ganzes Jahr rechnerisch ab und eignet sich zum Vergleich von Geräten. Beispiel laut Hersteller: OVUM AC312P mit SCOP 6,02 bei 35 Grad Vorlauf.
Jahres­arbeitszahl (JAZ)Das Verhältnis von abgegebener Wärme zu verbrauchtem Strom über ein ganzes Jahr in Ihrem Haus. Sie zeigt, wie sparsam die Anlage im echten Betrieb läuft, und hängt stark von Vorlauf­temperatur und Einstellung ab.
ModulationDie Wärmepumpe passt ihre Leistung stufenlos an den Bedarf an. An milden Tagen läuft sie mit wenig Leistung, an kalten mit mehr.
TaktenHäufiges Ein- und Ausschalten. Es tritt auf, wenn ein Gerät zu groß ist oder zu wenig Wasser durch die Anlage fließt. Das belastet den Verdichter und kostet Strom.
AbtauenBei Kälte und feuchter Luft bildet sich Eis am Außengerät. Das Gerät taut es regelmäßig ab. Dabei kann eine sichtbare Dampfwolke entstehen.
HeizstabEin elektrischer Zusatz­heizer für sehr kalte Tage oder für das Aufheizen des Warmwassers. Springt er oft an, passt meist die Auslegung oder Einstellung nicht.
Schall­leistung und SchalldruckDie Schall­leistung beschreibt, wie viel Schall ein Gerät abgibt. Der Schalldruck ist das, was in einiger Entfernung ankommt, und liegt darunter. Laut Hersteller hat der OVUM AC312P eine Schall­leistung von 39,9 dB(A).
KaskadeMehrere Wärmepumpen arbeiten zusammen, etwa in größeren Häusern. Laut OVUM lassen sich bis zu acht AirCube-Geräte koppeln, zusammen 4 bis 160 kW.
Glossar, Teil 3

Wasser, Speicher und Verteilung

Diese Begriffe betreffen alles, was zwischen Wärmeerzeuger und Heizkörper liegt. Hier entscheidet sich, ob die Wärme gleichmäßig im Haus ankommt.

BegriffWas er bedeutet
Hydraulischer AbgleichGrundlage ist die raumweise Heizlast. Ohne Abgleich bekommen Heizkörper nahe der Pumpe zu viel Wasser und entfernte zu wenig. Die eingestellten Werte werden in einem Protokoll festgehalten.
Vor­einstellbares Thermostat­ventilEin Heizkörper­ventil, an dem die größte Wassermenge fest eingestellt wird. Alte Ventile ohne diese Möglichkeit werden für den Abgleich häufig getauscht.
Puffer­speicherEin Behälter mit Heizungs­wasser. Er kann für lange Laufzeiten sorgen, Energie für das Abtauen bereithalten und Heizkreise voneinander trennen. Ob er nötig ist, ergibt die Planung der Anlage.
Trinkwasser­speicherEr hält warmes Wasser zum Duschen und Spülen bereit. Seine Größe richtet sich nach der Zahl der Personen und ihren Gewohnheiten. Speicher für Wärmepumpen haben große Wärme­tauscher.
ZirkulationEine Leitung, die warmes Wasser im Kreis führt, damit es am Wasserhahn schnell warm ankommt. Sie braucht Energie und sollte gedämmt und zeitgesteuert sein.
Heizkreis und MischerEin Heizkreis versorgt eine Gruppe von Heizflächen. Ein Mischer regelt die Temperatur, wenn zum Beispiel Fußboden­heizung und Heizkörper unterschiedlich warmes Wasser brauchen.
Schlamm­abscheiderEin Filter im Rücklauf. Er fängt Schmutz und Rost­teilchen aus alten Leitungen auf, bevor sie den Wärme­tauscher der neuen Anlage erreichen.
Heizungs­wasserHersteller geben vor, welche Qualität das Wasser in der Anlage haben muss. Kalk und Schlamm schaden den Wärme­tauschern. Deshalb wird die Anlage gespült und bei Bedarf mit aufbereitetem Wasser befüllt.
Hybrid­heizungEine Wärmepumpe arbeitet mit einem zweiten Wärme­erzeuger zusammen, zum Beispiel einem Gas-Brennwert­gerät. Bosch bietet solche Hybrid-Systeme an.
BrennwertGasheizungen, die zusätzlich die Wärme aus dem Wasserdampf im Abgas nutzen. Ein Beispiel ist das Bosch-Gerät GC5300iW.
Ausdehnungs­gefäßBeim Aufheizen nimmt Heizungs­wasser mehr Raum ein. Das Ausdehnungs­gefäß nimmt dieses zusätzliche Wasser auf und hält den Druck in der Anlage stabil. Ist es zu klein oder leer, fällt der Druck immer wieder ab.
Anlagen­druckDer Wasserdruck in der geschlossenen Heizungs­anlage. Er wird am Manometer abgelesen. Sinkt er ständig, deutet das auf ein Leck oder ein defektes Ausdehnungs­gefäß hin.
Wärmemengen­zählerEr misst, wie viel Wärme die Anlage abgegeben hat. Zusammen mit dem Stromzähler lässt sich daraus die Jahres­arbeitszahl berechnen. Viele Wärmepumpen zeigen diese Werte auch im Display an.
Missverständnisse

Sechs Annahmen, die oft nicht stimmen

Diese Sätze hören wir bei Besichtigungen häufig. Sie klingen plausibel und führen trotzdem in die falsche Richtung.

„Lieber eine Nummer größer.“

Eine zu große Wärmepumpe schaltet an milden Tagen ständig ein und aus. Das kostet Strom und verkürzt die Lebensdauer. Die passende Größe ergibt die Heizlastberechnung.

„Im Altbau geht das nicht.“

Entscheidend ist die Vorlauftemperatur, die Ihre Räume brauchen. Laut Hersteller schafft die Bosch Compress 6800i AW bis 75 Grad Vorlauf, der OVUM AirCube bis 70 Grad. Wie sparsam das läuft, zeigt die Berechnung.

„Ohne Fußbodenheizung lohnt es sich nicht.“

Viele Wärmepumpen arbeiten mit Heizkörpern. Oft reicht es, einzelne zu kleine Heizkörper gegen größere zu tauschen. Welche das sind, ergibt sich Raum für Raum.

„Nachts ausschalten spart am meisten.“

Eine Wärmepumpe arbeitet am sparsamsten gleichmäßig. Kühlt das Haus stark aus, muss sie morgens mit höherer Temperatur nachheizen. Eine leichte Absenkung reicht meist.

„Die Förderung beantrage ich später.“

Bei der KfW kommt der Antrag zuerst. Wer vorher ohne Bedingung unterschreibt oder mit dem Vorhaben beginnt, verliert den Zuschuss.

„Eine Wärmepumpe braucht keine Wartung.“

Sie hat keinen Brenner, aber Filter, Ventile, Fühler und einen Kältekreis. Eine jährliche Durchsicht mit Protokoll hält die Anlage sparsam und zuverlässig.

Vor dem ersten Gespräch

Was Sie selbst beobachten können

Sie müssen nichts berechnen, bevor Sie uns anrufen. Ein paar Beobachtungen aus dem Alltag helfen uns aber, Ihr Haus schneller zu verstehen. Am aufschlussreichsten sind sie an kalten Wintertagen.

Schreiben Sie auf, was Ihnen auffällt. Auch ein Foto vom Display der alten Heizung oder vom Zählerschrank ist hilfreich. Bringen Sie die Notizen einfach zur Besichtigung mit.

  • Vorlauftemperatur. Welche Temperatur zeigt Ihre Heizung an kalten Tagen an? Viele Geräte zeigen sie im Display oder an einem Thermometer am Rohr.
  • Kalte Räume. Gibt es Zimmer, die nie richtig warm werden? Das deutet auf zu kleine Heizkörper oder fehlenden Abgleich hin.
  • Geräusche. Rauschen oder pfeifen Heizkörper? Das spricht oft für zu viel Wasser an einzelnen Stellen.
  • Warmwasser. Wie viele Personen duschen täglich, und zu welchen Zeiten? Daraus ergibt sich die Größe des Speichers.
  • Platz draußen. Wo könnte ein Außengerät stehen? Denken Sie an Schlafzimmerfenster, auch beim Nachbarn.
Regler LG THERMA V mit Anzeige der Vorlauftemperatur
Die Vorlauftemperatur steht bei den meisten Geräten im Display.
Noch Fragen?

Weitere Antworten

Auf welchem Stand ist der Ratgeber?

Die Förderangaben haben den Stand Oktober 2026 und beruhen auf den Angaben der KfW. Technische Werte einzelner Geräte stammen aus Herstellerangaben. Förderregeln ändern sich. Vor einem Antrag prüfen wir deshalb, was zu diesem Zeitpunkt gilt.

Gilt das auch für Zweifamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser?

Die Technik ist dieselbe, die Planung wird größer. Bei mehreren Wohnungen ändern sich auch die förderfähigen Kosten. Wir sehen uns das Gebäude an und rechnen es für Sie durch.

Können Sie meine Frage auch am Telefon beantworten?

Allgemeine Fragen gern. Rufen Sie uns von Montag bis Freitag zwischen 8 und 16 Uhr an. Für eine Empfehlung zu Ihrem Haus brauchen wir die Besichtigung vor Ort.

Wo finde ich die Leistung meiner alten Heizung?

Auf dem Typenschild des Geräts, meist an der Seite oder hinter der Frontklappe. Die Leistung der alten Heizung sagt aber wenig über die nötige Größe einer Wärmepumpe. Ältere Kessel sind oft deutlich größer als nötig. Maßgeblich ist die berechnete Heizlast.

Was ist der Unterschied zwischen SCOP und Jahresarbeitszahl?

Der SCOP ist ein genormter Rechenwert aus dem Datenblatt und hilft beim Vergleich von Geräten. Die Jahresarbeitszahl zeigt, wie sparsam die Anlage tatsächlich in Ihrem Haus läuft. Sie hängt von Planung, Einstellung und Nutzung ab.

Kontakt

Sagen Sie uns, was ansteht.

Wir melden uns in der Regel am nächsten Werktag bei Ihnen und vereinbaren einen Termin vor Ort. Die Besichtigung ist kostenlos und unverbindlich.

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