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OVUM-Wärmepumpe vor einem Reihenhaus in Bad Dürkheim
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Wärmepumpe
im Altbau

Die häufigste Frage in der Beratung. Die ehrliche Antwort: meistens ja, aber nicht ohne Berechnung.

Die Antwort

Es kommt auf die Vorlauftemperatur an

Eine Wärmepumpe arbeitet umso sparsamer, je niedriger die Temperatur des Heizwassers sein darf. Fußbodenheizungen kommen mit wenig aus, Heizkörper brauchen mehr. Entscheidend ist also nicht das Baujahr, sondern wie warm das Wasser an kalten Tagen sein muss, damit jeder Raum warm wird.

Viele ältere Häuser sind über die Jahre teilweise saniert worden: neue Fenster, gedämmtes Dach, gedämmte Kellerdecke. Dann reichen die vorhandenen Heizkörper oft schon aus, oder es genügt, einzelne gegen größere zu tauschen.

Ein Grund dafür: Heizungen wurden früher oft großzügig ausgelegt. Viele Heizkörper sind größer, als das Haus heute braucht, weil seitdem Fenster, Dach oder Keller besser geworden sind. Diese Reserve kann eine Wärmepumpe nutzen.

Prüfung

Was wir vor dem Angebot klären

Vier Punkte entscheiden, ob und wie eine Wärmepumpe in Ihr Haus passt.

Heizlast

Die Wärme, die das Haus an kalten Tagen braucht. Wir berechnen sie Raum für Raum.

Heizkörper

Ob jeder Heizkörper mit niedriger Vorlauftemperatur genug Wärme abgibt. Wo nicht, planen wir einen größeren ein.

Aufstellort

Wo das Außengerät stehen kann, mit Abstand zu Schlafräumen und Nachbarn.

Strom

Ob Zählerschrank und Hausanschluss passen oder angepasst werden müssen.

Sanierungsstand

Was in Ihrem Haus schon gemacht wurde, zählt

Für die Wärmepumpe ist der heutige Zustand wichtiger als das Baujahr. Diese Übersicht zeigt, was wir bei der Besichtigung typischerweise vorfinden und was es für die Planung bedeutet. Sie ersetzt keine Berechnung.

ZustandWas das meist bedeutet
Neue FensterWeniger Wärmeverlust. Die vorhandenen Heizkörper reichen dann häufiger aus.
Dach oder oberste Geschoss­decke gedämmtGerade die Räume unter dem Dach brauchen danach deutlich weniger Wärme.
Keller­decke gedämmtWärmere Fußböden im Erdgeschoss, weniger Verlust nach unten.
Außenwand gedämmtDer größte Hebel. Häufig reichen dann alle vorhandenen Heizkörper.
Kaum etwas gemachtMeist trotzdem machbar. Einzelne Heizkörper werden größer, und wir zeigen Ihnen, welche Sanierung am meisten bringt.
Heizkörper

Woran man sieht, ob ein Heizkörper reicht

Ein Heizkörper gibt umso mehr Wärme ab, je wärmer das Wasser in ihm ist. Läuft eine Wärmepumpe mit niedrigerer Vorlauftemperatur als die alte Heizung, gibt derselbe Heizkörper deutlich weniger Wärme ab. Deshalb rechnen wir für jeden Raum nach, ob seine Fläche bei niedriger Temperatur reicht.

Dabei zählen Bauart und Größe. Alte Gliederheizkörper aus Guss oder Stahl haben oft viel Oberfläche. Flache Plattenheizkörper mit nur einer Platte geben bei niedriger Temperatur am wenigsten ab. Heizkörper mit zwei oder drei Platten und Lamellen dazwischen schaffen auf derselben Wandfläche deutlich mehr.

Reicht ein Heizkörper nicht, gibt es mehrere Wege: ein größerer oder tieferer Heizkörper am selben Platz, ein zweiter Heizkörper im Raum oder ein Heizkörper mit eingebautem Lüfter, der die Wärme schneller abgibt. Welcher Weg passt, entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen, Raum für Raum.

Innengerät und Pufferspeicher einer Wärmepumpe in Schifferstadt
Heizungstausch auf Wärmepumpe in Schifferstadt
Selbst beobachten

Ein einfacher Test für die Heizzeit

Sie können schon vor unserem Besuch ein Gefühl bekommen: Stellen Sie die Heizkurve Ihrer jetzigen Heizung an kalten Tagen etwas niedriger und beobachten Sie, ob alle Räume noch warm werden. Notieren Sie, welche Räume zuerst kühl bleiben.

Diese Räume sehen wir uns bei der Besichtigung besonders genau an. Wenn Sie nicht wissen, wie Sie die Heizung einstellen, fragen Sie uns. Wir zeigen es Ihnen.

  • Räume notieren. Welche werden zuerst kühl?
  • Heizkörper fotografieren. Ein Foto je Raum reicht uns.
  • Verbrauch bereitlegen. Die letzten Abrechnungen für Gas oder Öl.
Zum Schnellcheck
Rund um die Anlage

Was im Altbau sonst noch wichtig ist

Neben den Heizkörpern gibt es vier Punkte, die wir bei älteren Häusern immer prüfen.

Warmwasser

Die Wärmepumpe bereitet auch das Trinkwasser. Wir legen den Speicher nach der Zahl der Personen aus und stellen ein, dass das Wasser regelmäßig hoch genug aufgeheizt wird, damit es hygienisch bleibt.

Leitungen im Keller

Alte Rohre sind oft nicht oder schlecht gedämmt. Was im unbeheizten Keller verloren geht, muss die Wärmepumpe zusätzlich liefern. Wir dämmen nach, wo es sich lohnt.

Schall

Das Außengerät soll weder Sie noch die Nachbarn stören. Wir achten auf Abstand zu Schlafzimmerfenstern, auf schallharte Ecken und stellen das Gerät auf Dämpfer.

Strom und Netzbetreiber

Neue Wärmepumpen werden beim Netzbetreiber angemeldet. Ab 4,2 kW gelten sie als steuerbare Verbrauchseinrichtung: Der Netzbetreiber darf die Leistung im Ausnahmefall vorübergehend begrenzen, dafür gibt es ein verringertes Netzentgelt. Die Anmeldung erledigt der Elektriker mit uns.

Übergang

Und wenn die Wärmepumpe allein nicht reicht?

In wenigen Häusern ist die Heizlast so hoch, dass eine Wärmepumpe allein sehr groß werden müsste. Dann gibt es zwei Wege. Der erste: zuerst die wirksamste Sanierung, zum Beispiel das Dach, danach die Wärmepumpe in passender Größe. Der zweite: eine Hybridheizung, bei der eine Wärmepumpe den größten Teil des Jahres heizt und ein Gas-Brennwertgerät an den kältesten Tagen mithilft.

Welcher Weg sinnvoll ist, hängt von Ihrem Haus, Ihren Plänen und der Förderung ab. Wir rechnen Ihnen die Wege durch, wenn es so weit ist. Für die meisten Häuser in der Vorderpfalz, die wir uns ansehen, ist eine Wärmepumpe allein die passende Lösung.

Referenzen

Wärmepumpen im Bestand

Drei Häuser, die schon vorher eine Heizung hatten. Heute heizt dort eine Wärmepumpe.

Irrtümer

Fünf Sätze, die wir oft hören

  • „Eine Wärmepumpe geht nur mit Fußbodenheizung.“ Nein. Sie arbeitet mit Fußbodenheizung besonders sparsam, aber auch mit Heizkörpern, wenn diese groß genug sind. Das rechnen wir für jeden Raum nach.
  • „Ohne Dämmung hat das keinen Sinn.“ Eine Dämmung hilft, ist aber keine Voraussetzung. Viele Häuser sind teilweise saniert, und das reicht oft schon. Wo eine Dämmung viel bringen würde, sagen wir es Ihnen.
  • „Bei Frost heizt nur noch der Heizstab.“ Nein. Die Wärmepumpe arbeitet auch bei Frost. Der Heizstab hilft nur an den kältesten Tagen mit, wenn die Anlage richtig ausgelegt ist.
  • „Wärmepumpen sind laut.“ Im Datenblatt steht für jedes Gerät die Schallleistung in dB(A). Entscheidend ist der Aufstellort: Abstand zum Fenster, keine schallharte Ecke, Dämpfer unter dem Gerät.
  • „Lieber eine Nummer größer, dann ist man sicher.“ Eher nicht. Eine zu große Wärmepumpe schaltet in der Übergangszeit ständig ein und aus. Das kostet Strom und verschleißt das Gerät. Deshalb rechnen wir die Heizlast genau aus.
Vor dem Gespräch

Fragen, die Sie jedem Betrieb stellen sollten

Ob Sie mit uns sprechen oder mit einem anderen Betrieb: Diese Fragen helfen, Angebote zu vergleichen. Ein gutes Angebot beantwortet sie, bevor Sie fragen.

FrageWarum sie wichtig ist
Rechnet der Betrieb die Heizlast für jeden einzelnen Raum?Nur so passt die Größe der Wärmepumpe, und nur so ist klar, welche Heizkörper reichen.
Ist der hydraulische Abgleich enthalten?Er ist Voraussetzung für die Förderung und für einen sparsamen Betrieb.
Wo steht das Außengerät?Der Standort entscheidet über Schall, Leitungswege und Kosten.
Wer kümmert sich um Elektrik und Netzbetreiber?Zählerschrank und Anmeldung gehören zur Anlage dazu.
Wer begleitet den Förderantrag?Fehler bei der Reihenfolge kosten den Zuschuss.
Wer wartet die Anlage danach?Eine Wärmepumpe läuft viele Jahre. Sie brauchen einen Ansprechpartner.
Nach dem Einbau

Woran Sie sehen, dass die Anlage gut läuft

Wie sparsam eine Wärmepumpe arbeitet, zeigt die Jahresarbeitszahl. Sie gibt an, wie viel Wärme die Anlage aus einer Kilowattstunde Strom macht, gerechnet über ein ganzes Jahr. Je höher, desto besser.

Die meisten Wärmepumpen zeigen im Display oder in der App, wie viel Wärme sie erzeugt und wie viel Strom sie verbraucht haben. Daraus lässt sich die Arbeitszahl ungefähr ablesen. Genaue Werte liefern ein eigener Strom- und Wärmemengenzähler. Wir sehen uns diese Werte bei der Wartung mit Ihnen an und stellen nach, wenn die Anlage mehr Strom braucht als nötig.

Im ersten Winter lohnt es sich, genauer hinzusehen. Werden alle Räume warm? Springt der Heizstab oft an? Läuft das Gerät ruhig und gleichmäßig? Was Ihnen auffällt, notieren Sie am besten. Es hilft uns bei der Feineinstellung.

Häufige Fragen

Altbau: kurz beantwortet

Ist mein Haus zu alt für eine Wärmepumpe?

Das Baujahr allein entscheidet nicht. Entscheidend sind die Heizlast und die Vorlauftemperatur, die Ihre Heizkörper brauchen. Beides ermitteln wir vor Ort.

Muss ich für eine Wärmepumpe das Haus dämmen?

Nicht unbedingt. Ob eine Dämmung sinnvoll ist, zeigt die Heizlastberechnung. Häufig genügt der Tausch einzelner Heizkörper.

Brauche ich eine Fußbodenheizung?

Nein. Wärmepumpen arbeiten auch mit Heizkörpern. Die Heizkörper müssen nur groß genug für die niedrigere Vorlauftemperatur sein.

Was ist, wenn der Heizkörper in einem Raum nicht reicht?

Dann planen wir für diesen Raum einen größeren Heizkörper ein. Das ist meist günstiger und wirksamer, als die ganze Anlage wärmer laufen zu lassen.

Geht eine Wärmepumpe auch im Reihenhaus?

Meistens ja. Wichtig ist ein geeigneter Platz für das Außengerät mit genug Abstand zum Nachbarn. Wo genau es hinkommt, besprechen wir mit Ihnen.

Was passiert, wenn es sehr kalt wird?

Die Geräte sind für Frost ausgelegt. An den kältesten Tagen hilft bei Bedarf ein elektrischer Heizstab.

Brauche ich einen neuen Zählerschrank?

Manchmal. Ältere Zählerschränke entsprechen oft nicht mehr den heutigen Anforderungen des Netzbetreibers. Das zeigt bei der Besichtigung ein Blick in den Zählerschrank. Die Arbeiten selbst macht ein Elektriker.

Wie lange dauert die Umstellung auf eine Wärmepumpe?

Den Zeitplan bekommen Sie vor dem Einbau. Die Zeit ohne Heizung und warmes Wasser halten wir dabei kurz.

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage dazu?

Eine Photovoltaikanlage kann einen Teil des Stroms liefern, vor allem in der Übergangszeit und für das Warmwasser. Im Winter liefert sie wenig. Wir planen die Wärmepumpe so, dass sie mit und ohne Photovoltaik sinnvoll läuft.

Kann die alte Heizung als Reserve stehen bleiben?

Das ist möglich, bringt aber selten Vorteile und kostet Platz. Wenn eine zweite Wärmequelle sinnvoll ist, planen wir sie bewusst ein, zum Beispiel als Hybridheizung. Wichtig: Für den Klimageschwindigkeitsbonus muss die alte Öl- oder Gasheizung stillgelegt werden. Das klären wir vor dem Antrag.

Wird es mit einer Wärmepumpe so warm wie vorher?

Ja, wenn die Anlage richtig ausgelegt ist. Die Wärme fühlt sich oft gleichmäßiger an, weil die Heizkörper länger mit niedrigerer Temperatur laufen statt kurz sehr heiß zu werden.

Kann ich mit der Wärmepumpe im Sommer kühlen?

Manche Geräte können leicht kühlen, am besten über eine Fußbodenheizung. Mit Heizkörpern ist das kaum wirksam. Ob es bei Ihrem Gerät geht, sagen wir Ihnen bei der Planung.

Kontakt

Sagen Sie uns, was ansteht.

Wir melden uns in der Regel am nächsten Werktag bei Ihnen und vereinbaren einen Termin vor Ort. Die Besichtigung ist kostenlos und unverbindlich.

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