Luftwärmepumpe:
Wärme aus der Außenluft
Rund 95 Prozent der Heizungswärmepumpen, die 2025 in Deutschland verkauft wurden, holen ihre Wärme aus der Außenluft. Für das Außengerät finden wir mit Ihnen die leiseste Stelle am Haus und bauen die Anlage bis zur Einweisung am Regler ein.
Ihr Haus im Schnellcheck
Beantworten Sie drei kurze Fragen und sehen Sie gleich, wie Ihr Haus dasteht. Sie müssen sich nicht anmelden, gespeichert wird nichts.
Platz für das Außengerät
Das Außengerät braucht freie Luft und einen tragfähigen Untergrund. In der dichten Haßlocher Ortsmitte oder in einem Mannheimer Hinterhof ist das schwieriger als in einem Garten am Landauer Stadtrand, deshalb sehen wir uns den Platz vor dem Angebot genau an. Wir setzen es auf ein Fundament, führen die Leitungen frostsicher ins Haus und leiten das Kondenswasser sauber ab.
Wo es genau stehen soll, entscheiden wir zusammen mit Ihnen. Abstand zu Schlafräumen und zum Nachbarn planen wir von Anfang an ein. Welche Werte am Nachbarfenster gelten, steht im Ratgeber zu Schall und Grenzabstand.
- Fundament und Schwingungsdämpfer. Damit das Gerät ruhig steht.
- Gedämmte Leitungen. Vom Außengerät bis in den Heizraum.
- Kondensatablauf. Frostsicher ausgeführt.


Innengerät, Speicher und Regelung
Im Heizraum sitzen das Innengerät, der Warmwasserspeicher und je nach Anlage ein Pufferspeicher. Wir bauen die Hydraulik so auf, dass die Wärmepumpe lange Laufzeiten bei niedriger Vorlauftemperatur erreicht.
Zum Schluss stellen wir die Regelung ein und erklären Ihnen die Bedienung am Gerät. Welche Marke zu Ihrem Haus passt, klären wir beim Termin vor Ort. Vorab finden Sie unsere Erfahrungen mit Bosch und LG auf eigenen Seiten, ebenso zum AirCube von OVUM.
Was im Winter am Außengerät passiert
Das Außengerät saugt Luft an und entzieht ihr Wärme. Dabei kühlt die Luft ab, und die Feuchtigkeit darin schlägt sich auf den Lamellen nieder. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt friert sie dort fest. Eine Eisschicht behindert den Luftstrom, deshalb taut das Gerät die Lamellen regelmäßig ab. Am häufigsten passiert das bei feuchtem Wetter knapp über oder um den Gefrierpunkt. Bei trockener, klirrender Kälte bildet sich weniger Eis.
Beim Abtauen holt sich die Wärmepumpe meist für kurze Zeit Wärme aus dem Heizungswasser und schickt sie nach draußen. Das Eis schmilzt, und aus dem Gerät steigt eine Dampfwolke auf. Das sieht aus wie Rauch, ist aber nur Wasserdampf. Danach heizt die Anlage normal weiter.
Das Schmelzwasser muss sicher abfließen. Je nach Grundstück leiten wir es in ein Kiesbett oder einen Sickerschacht oder schließen es an den Kanal an. Wo die Leitung frieren könnte, bekommt sie eine Begleitheizung. Auf einen Gehweg oder eine Einfahrt sollte das Wasser nicht laufen, weil es dort zu Glatteis wird.
- Freihalten. Schnee, Laub und Pflanzen gehören nicht vor das Gerät.
- Nicht abdecken. Eine Plane im Winter nimmt der Wärmepumpe die Luft.
- Sicherheitsabstand. Unter dem Gerät bildet sich bei Frost Eis. Planen Sie dort keinen Weg.


Frostschutz für die Wasserleitungen
Bei einem Monoblock-Gerät fließt Heizungswasser vom Haus bis ins Außengerät. Solange die Anlage läuft, ist das kein Problem. Fällt aber bei strengem Frost der Strom länger aus, kann das Wasser in den Leitungen draußen gefrieren und Bauteile beschädigen.
Dagegen gibt es mehrere Wege. Manche Anlagen werden mit einem Frostschutzmittel befüllt. Es überträgt die Wärme etwas schlechter als reines Wasser, ist aber sicher. Andere bekommen Frostschutzventile, die das Wasser im Außenbereich automatisch ablassen, bevor es gefriert. Außerdem lässt die Regelung bei Frost die Pumpe laufen, damit das Wasser in Bewegung bleibt.
Welcher Frostschutz bei Ihrem Gerät vorgesehen ist, gibt der Hersteller vor. Wir halten die Leitungen draußen so kurz wie möglich, dämmen sie gut und führen sie frostsicher ins Haus.
Fahren Sie im Winter länger weg, schalten Sie die Anlage bitte nicht aus. Nutzen Sie stattdessen die Urlaubsfunktion am Regler. Dann senkt die Wärmepumpe die Temperatur im Haus, und der Frostschutz bleibt aktiv.
Heizstab und Bivalenzpunkt
In fast jeder Luftwärmepumpe steckt ein elektrischer Heizstab. Er arbeitet wie ein Tauchsieder und macht aus einer Kilowattstunde Strom genau eine Kilowattstunde Wärme. Die Wärmepumpe selbst macht aus derselben Menge Strom ein Mehrfaches. Deshalb soll der Heizstab nur selten laufen.
Der Punkt, ab dem die Wärmepumpe an kalten Tagen Unterstützung braucht, heißt Bivalenzpunkt. Er liegt bei einer gut geplanten Anlage so tief, dass der Heizstab im Jahr nur wenige Stunden mithilft. Liegt er zu hoch, ist das Gerät zu klein oder die Vorlauftemperatur zu hoch eingestellt.
| Aufgabe des Heizstabs | Wann er läuft |
|---|---|
| Notbetrieb | Wenn die Wärmepumpe eine Störung hat. Das Haus bleibt warm, bis die Störung behoben ist. |
| Spitzenlast | An sehr kalten Tagen unterhalb des Bivalenzpunkts. |
| Estrichtrocknung | Im Neubau, wenn ein frischer Estrich mit festgelegten Temperaturen getrocknet wird. |
| Hygiene | Wenn der Warmwasserspeicher kurzzeitig höher aufgeheizt werden soll. |
Die meisten Regler zeigen an, wie viele Stunden oder Kilowattstunden der Heizstab gelaufen ist. Läuft er auffällig oft, sollten wir uns die Einstellung ansehen.
Sechs Punkte, die wir im Altbau prüfen
Ob eine Luftwärmepumpe im älteren Haus gut läuft, entscheidet sich an Details. Ältere Häuser sehen wir in der Speyerer Kernstadt genauso wie in Frankenthal, die Liste gilt überall. Diese Punkte sehen wir uns bei der Besichtigung genau an. Das Baujahr allein sagt darüber wenig aus. Ausführlich erklärt im Ratgeber für ältere Häuser.
Einrohrheizung
In manchen älteren Häusern hängen die Heizkörper hintereinander an einer Leitung. Das passt schlecht zu niedrigen Temperaturen und muss oft umgebaut werden.
Heizkörper je Raum
Wir vergleichen die Heizkörperleistung mit der Heizlast jedes Raums. So sehen wir, welche Heizkörper reichen und welche größer werden müssen.
Rohrleitungen
Eine Wärmepumpe bewegt mehr Wasser als ein alter Kessel. Sehr dünne Leitungen können das bremsen.
Gebäudehülle
Undichte Fenster oder ein ungedämmtes Dach erhöhen die Heizlast. Manchmal lohnt es sich, hier zuerst anzusetzen.
Gemischte Heizflächen
Fußbodenheizung im Bad und Heizkörper im Rest des Hauses brauchen unterschiedliche Temperaturen. Das planen wir in der Hydraulik ein.
Leitungsweg
Wie kommen die Leitungen vom Außengerät in den Heizraum? Kurze Wege ohne viele Durchbrüche sparen Aufwand.
Wann ein Pufferspeicher sinnvoll ist
Ein Pufferspeicher ist ein Behälter mit Heizungswasser, der zwischen Wärmepumpe und Heizkreisen sitzt. Er hat zwei Aufgaben. Er stellt genug Wasser und Wärme bereit, damit das Außengerät abtauen kann, ohne dass die Räume abkühlen. Und er sorgt dafür, dass die Wärmepumpe immer genug Wasser durchströmt, auch wenn viele Thermostatventile gerade geschlossen sind.
Ein Pufferspeicher hat aber auch Nachteile. Er braucht Platz, verliert etwas Wärme und kann dazu führen, dass die Wärmepumpe mit höherer Temperatur arbeiten muss. Wenn die Heizungsanlage genug Wasser enthält, zum Beispiel bei einer großen Fußbodenheizung, kann er oft entfallen.
Ob ein Puffer nötig ist, hängt von den Vorgaben des Herstellers, der Wassermenge in Ihrer Anlage und der Zahl der Heizkreise ab. In Schifferstadt zum Beispiel steht neben dem Innengerät ein Pufferspeicher im Keller.
Auch die Art der Einbindung spielt eine Rolle. Ein Trennspeicher trennt den Kreis der Wärmepumpe von den Heizkreisen im Haus. Ein Reihenspeicher sitzt im Rücklauf und erhöht vor allem die Wassermenge in der Anlage. Welche Variante passt, legen wir bei der Planung der Hydraulik fest.


Warmwasser mit der Luftwärmepumpe
Für Warmwasser braucht die Wärmepumpe höhere Temperaturen als für die Heizung. Deshalb arbeitet sie dabei weniger sparsam. Wer die Temperatur im Speicher nur so hoch einstellt, wie es für Komfort und Hygiene nötig ist, spart Strom. Nur das Warmwasser erneuern? Dafür gibt es die Brauchwasserwärmepumpe.
Der Speicher sollte zu einer Wärmepumpe passen. Er braucht eine große Wärmetauscherfläche, damit die Wärme schnell ins Wasser kommt. Wie viele Liter er fassen muss, hängt davon ab, wie viele Personen im Haushalt leben.
Die Wärmepumpe kann den Speicher gezielt zu bestimmten Zeiten aufheizen. Sinnvoll ist der Nachmittag, wenn die Luft draußen am wärmsten ist, oder die Zeit, in der Ihre Photovoltaikanlage Strom liefert. Zum Schutz vor Keimen wie Legionellen heizen viele Anlagen den Speicher in festen Abständen kurzzeitig höher auf. Diese Funktion richten wir bei der Inbetriebnahme mit ein.
Waren Sie länger verreist und stand das Wasser im Speicher kühl, lassen Sie den Speicher nach der Rückkehr einmal vollständig aufheizen. Öffnen Sie außerdem alle Wasserhähne und die Dusche kurz, damit abgestandenes Wasser aus den Leitungen läuft.
Warum lange Laufzeiten gut sind
Moderne Luftwärmepumpen haben einen drehzahlgeregelten Verdichter. Fachleute sagen Inverter dazu. Er läuft an milden Tagen langsam und an kalten Tagen schneller. So passt die Leistung zum Bedarf des Hauses.
Nach unten hat diese Regelung eine Grenze. Braucht das Haus weniger Wärme, als das Gerät bei kleinster Drehzahl liefert, schaltet es ab und nach kurzer Zeit wieder ein. Dieses Takten kostet Strom und verschleißt den Verdichter. Es tritt vor allem in der Übergangszeit auf und bei Geräten, die zu groß gewählt wurden.
Deshalb ist die richtige Größe so wichtig. Eine passend ausgelegte Luftwärmepumpe läuft im Winter lange und gleichmäßig durch. Im Regler sehen Sie, wie oft der Verdichter startet. Viele Starts am Tag sind ein Hinweis, dass Einstellung oder Hydraulik nachgebessert werden sollten.
Das erste Jahr mit der Luftwärmepumpe
Wer vorher mit Gas oder Öl geheizt hat, muss sich an einiges gewöhnen. Die Heizkörper fühlen sich oft nur lauwarm an, obwohl die Räume warm sind. Das ist gewollt. Die Wärmepumpe heizt mit niedriger Temperatur, dafür über viele Stunden am Tag.
Auch das Außengerät läuft an kalten Tagen lange, manchmal den ganzen Tag. Das ist kein Zeichen für einen Fehler. Auffällig wäre eher ein häufiges kurzes An und Aus.
Notieren Sie im ersten Winter einmal im Monat den Stand des Stromzählers und, wenn vorhanden, die Wärmemenge aus dem Regler. Ist Ihnen ein Raum zu kalt oder zu warm, sagen Sie es uns. Bei der ersten Wartung sehen wir uns die Betriebsdaten an und stellen die Anlage fein nach.
Rechnen Sie damit, dass sich der Stromverbrauch ungleich über das Jahr verteilt. In den kalten Monaten braucht die Wärmepumpe am meisten, im Sommer fast nur für Warmwasser. Das sollten Sie bei den monatlichen Abschlägen für Strom berücksichtigen. Wie Sie den Jahresverbrauch aus Ihrer alten Öl- oder Gasrechnung abschätzen, zeigt das Rechenbeispiel unter Stromverbrauch der Wärmepumpe berechnen.
Fragen aus dem ersten Winter
Warum dampft das Außengerät im Winter?
Das Gerät taut gerade seine Lamellen ab. Das Eis schmilzt, und dabei entsteht Wasserdampf. Das ist normal und nach wenigen Minuten vorbei.
Darf ich das Außengerät selbst sauber machen?
Laub, Schnee und Pflanzenreste dürfen Sie vorsichtig entfernen. Bitte keinen Hochdruckreiniger verwenden und die Lamellen nicht verbiegen. Die gründliche Reinigung gehört zu unserer Wärmepumpen-Wartung.
Was passiert, wenn das Außengerät ausfällt?
Dann übernimmt der elektrische Heizstab im Innengerät die Heizung und das Warmwasser. Das kostet mehr Strom, hält das Haus aber warm, bis die Störung behoben ist.
Wie viel Abstand braucht das Außengerät zur Hauswand?
Das gibt der Hersteller in der Montageanleitung vor. Die Luft muss frei ansaugen und ausblasen können, ohne dass die kalte Abluft gleich wieder angesaugt wird. Zum Warten muss man außerdem gut an das Gerät herankommen.
Was darf ich am Regler selbst einstellen?
Wunschtemperatur, Zeitprogramme, Warmwasser und Urlaubsfunktion stellen Sie selbst ein. Wie das geht, erklären wir bei der Einweisung. An der Heizkurve können Sie in kleinen Schritten nachjustieren. Einstellungen in der Fachebene des Reglers überlassen Sie bitte uns, weil sie den sicheren Betrieb betreffen.
Kann ich meinen Kaminofen weiter nutzen?
Ja. Ein Kaminofen im Wohnzimmer heizt den Raum mit, und die Wärmepumpe läuft dann entsprechend weniger. Damit die Regelung nicht durcheinanderkommt, sollte der Raum mit dem Ofen nicht der Raum sein, nach dem die Heizung geregelt wird.
Muss die Wärmepumpe im Winter mehr leisten?
Ja. Je kälter die Luft, desto mehr Strom braucht sie für dieselbe Wärme. Ausgelegt wird die Anlage deshalb auf die Norm-Außentemperatur am Standort, also auf einen sehr kalten Wintertag. Ein milder Durchschnittstag ist dafür kein Maßstab.
Luftwärmepumpe knapp erklärt
Heizt eine Luftwärmepumpe auch bei Frost?
Ja. Die Geräte sind für Außentemperaturen weit unter dem Gefrierpunkt ausgelegt. Bei sehr tiefen Temperaturen unterstützt bei Bedarf ein elektrischer Heizstab.
Wie viel Platz braucht das Außengerät?
Etwa die Fläche einer Gartenbank. Den Standort wählen wir so, dass der Schall niemanden stört.
Was unterscheidet Monoblock und Split?
Beim Monoblock sitzt der gesamte Kältekreis im Außengerät, ins Haus führen nur Wasserleitungen. Bei Split-Geräten verbinden Kältemittelleitungen Außen- und Innengerät. Was besser passt, hängt vom Haus ab.
Brauche ich einen Pufferspeicher?
Nicht immer. Das ergibt sich aus der Hydraulik Ihrer Anlage. Wir planen ihn dann ein, wenn er technisch nötig ist.
Kommt bei einer Wärmepumpe noch der Schornsteinfeger?
Für die Wärmepumpe selbst nicht. Sie verbrennt nichts und hat keinen Abgasweg, deshalb fällt sie nicht unter die Feuerstättenschau. Bleibt ein Kaminofen in Betrieb, besucht der Schornsteinfeger Sie dafür weiterhin.
Gibt es einen Zuschuss für die Luftwärmepumpe?
Ja, den Tausch der alten Heizung gegen eine Luftwärmepumpe fördert die KfW mit einem Zuschuss. Den Antrag stellen Sie vor Beginn, wir unterstützen dabei. Aus welchen Bausteinen sich der Zuschuss ergibt, lesen Sie im Ratgeber Zuschuss für die Luftwärmepumpe.
Sagen Sie uns, was ansteht.
Wir melden uns in der Regel am nächsten Arbeitstag bei Ihnen und vereinbaren einen Termin vor Ort. Die Besichtigung ist kostenlos und unverbindlich.
- Öffnungszeiten
- Mo bis Do 7:30 bis 16:30 Uhr
Fr 7:30 bis 13 Uhr
Besuch im Betrieb nur nach Terminabsprache - info@haustechnik-acar.de
- Bewertung
- 4,8 von 5 bei Google aus allen 39 Bewertungen seit Anlage unseres Profils, Stand Oktober 2026. Die Echtheit der einzelnen Bewertungen prüfen wir nicht. Zum Google-Profil
- Meister
- Muhammed Acar, Meisterprüfung 2022 bei der Handwerkskammer der Pfalz
- Betrieb
- Lilienthalstraße 12A, 67435 Neustadt an der Weinstraße In Google Maps ansehen









